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Erneute Auszeichnung für Hans Schöler in Südkorea

Hans Schöler wird „Distinguished Professor“ an der Konkuk University in Seoul – Intensivierung der Zusammenarbeit mit ehemaligem Mitarbeiter durch Max-Planck-Partnergruppe

31. März 2014

Das Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare Biomedizin in Münster gründet seine zweite Max-Planck-Partnergruppe in Südkorea. Außerdem wird Professor Dr. Hans Schöler vom MPI in Münster zum „Distinguished Professor“ an der Konkuk University in Seoul ernannt - eine Auszeichnung, wie sie nur sehr wenigen Wissenschaftlern zuteil wird. Geführt wird die Max-Planck-Partnergruppe von Dong Wook Han, der von 2005 bis 2011 sehr erfolgreich am MPI in Münster tätig war und danach als Professor an seine Heimatuniversität in Seoul zurückkehrte. Der mehrfach ausgezeichnete junge Wissenschaftler untersucht zusammen mit Hans Schöler die direkte Reprogrammierung von Körperzellen in die unterschiedlichsten Zelltypen.
Prof. Dr. Dong-Wook Han (links), Prof. Dr. Hans Schöler
Prof. Dr. Dong-Wook Han (links), Prof. Dr. Hans Schöler

Dong Wook Han ist nach Jeong Beom Kim der zweite südkoreanische Nachwuchswissenschaftler aus der Abteilung von Professor Dr. Hans Schöler, der durch die Gründung einer Max-Planck-Partnergruppe die schon bestehende Verbindung mit dem Institut in Münster intensivieren kann. „Es ist mir eine große Freude und Ehre, die Max-Planck-Partnergruppe zu führen. Ich habe Hans Schöler viel zu verdanken. Es ist schön, dass ich auf diese Weise eng mit ihm verbunden bleibe“, sagt Han.

Trotz seiner Jugend ist die wissenschaftliche Laufbahn von Dong Wook Han schon von vielen Erfolgen gekrönt. Mit Hans Schöler publizierte er mehr als dreißig hochrangige wissenschaftliche Artikel. „Seine größte wissenschaftliche Errungenschaft war in meinen Augen die erstmalige direkte Reprogrammierung von Hautzellen zu somatischen Stammzellen, nämlich zu Nervenstammzellen“, sagt Hans Schöler. „Diese Reprogrammierung ohne den Umweg über pluripotente Stammzellen bringt Zellen hervor, bei denen es deren Krebsrisiko schlichtweg nicht gibt.“ Die Forschung, die Dong Wook Han in Münster betrieben hat, soll in der Zusammenarbeit mit der Max-Planck-Partnergruppe vorangetrieben werden: „Wir möchten neue Methoden entwickeln, mit denen wir verschiedene Zelltypen wie zum Beispiel Leber-, Herzmuskel- oder Nervenzellen effizient herstellen können. Unser Ziel ist es, die direkte Umwandlung in menschliche Zellen zu untersuchen und für klinische Anwendungen nutzbar zu machen“, sagt Schöler.

Die herausragende Leistung von Dong Wook Han zeigt sich nicht nur in seinen vielen hochkarätigen Publikationen - im Jahr 2011 wurde Han von der National Research Foundation in Korea als einer der sechzehn führenden jungen Wissenschaftler ausgewählt. Die südkoreanische Akademie der Wissenschaften (Korean Academy of Science and Technology; KAST) kürte ihn 2013 zum herausragenden jungen Wissenschaftler, und 2014 wurde er selbst als assoziiertes Mitglied in diese nationale Akademie aufgenommen. Han (38) ist Direktor des Stem Cell Research Center des Institute of Biomedical Science & Technology und des Stem Cell Biology Laboratory der Konkuk University.

Am 7. April gibt es daher an der Konkuk University zwei Anlässe zum Feiern - zum einen die Gründung der Partnergruppe und dann die Ernennung von Hans Schöler zum „Distinguished Professor“, die bei seinem Besuch dort erfolgen wird. „Die Ernennung zum ordentlichen Professor an der Konkuk University zeigt das große Interesse an einer Zusammenarbeit – das schafft ideale Bedingungen, um unsere Forschung gemeinsam voranzutreiben“, so Schöler. Zusammen mit dem Konkuk University Hospital und dem Institute of Biomedical Science and Technology in Seoul können wir nun unsere Kräfte in einem Umfeld bündeln, das viele Möglichkeiten bietet, aber auch sehr kompetitiv ist“, so Schöler. Es ist bereits die zweite bedeutende Auszeichnung, die Hans Schöler in Südkorea verliehen wird. 2010 wurde das „Hans Schöler Stem Cell Research Center“ in Ulsan eröffnet.

Max-Planck-Partnergruppen

Partnergruppen sind ein Instrument der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) zur gemeinsamen Förderung von Nachwuchswissenschaftlern mit Ländern, die an einer Stärkung ihrer Forschung durch internationale Kooperationen interessiert sind. Die MPG fördert auf diese Weise exzellente Nachwuchswissenschaftler, die an einem Max-Planck-Institut tätig waren und nun in ihrem Herkunftsland in einem Labor mit bester Ausstattung ein gemeinsames Forschungsthema bearbeiten. Die Arbeit der Partnergruppen wird nach drei Jahren evaluiert und kann – vorausgesetzt die Evaluation fällt positiv aus – um weitere zwei Jahre verlängert werden. Derzeit bestehen weltweit mehr als vierzig Partnergruppen, unter anderem in Indien, China, in mittel- und osteuropäischen sowie südamerikanischen Ländern. 

 
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