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Nachrichten 2001-2006

01.10.2006

Umzug in den Neubau in der Röntgenstraße

Nach etwas über 2 Jahren Bauzeit zieht das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in sein neues Gebäude

Den Namen „Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin“ trägt das Institut seit März 2004, als mit dem Neubau des Instituts angefangen wurde. Gegründet wurde es mit dem Senatsbeschluss der Max-Planck-Gesellschaft im März 2001 als Max-Planck-Institut für vaskuläre Biologie. Die ersten zwei Abteilungen waren bis zur Vollendung des Neubaus im Sommer 2006 im Zentrum für Molekularbiologie der Entzündung der Westfälischen Wilhelms-Universität und im nahe gelegenen Institut für Chemo- und Biosensorik GmbH (ICB) untergebracht. Das Institut wird aus drei Abteilungen bestehen, die insgesamt mehr als 100 Wissenschaftler beschäftigen werden. Zusammen mit jungen Forschungs- und Nachwuchsgruppen soll das Institut Forschungsstätte für insgesamt 190 Mitarbeiter sein.



Das neue Gebäude des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in der Röntgenstraße 20, Münster
08.01.2006

Neujahrsempfang der Stadt Münster 2006

Hans Schöler ist Festredner

Alljährlich lädt der Oberbürgermeister der Stadt Münster Dr. Berthold Tillmann zum traditionellen, öffentlichen Neujahrsempfang in den Festsaal des Rathauses ein. Professor Dr. Hans Schöler hielt in diesem Jahr am 8. Januar 2006 die Festrede zum Neujahrsempfang der Stadt Münster vor 800 geladenen Gästen und interessierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt Münster.



Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann und Professor Dr. Hans Schöler
15.11.2005

International Symposium in Kyoto, Japan

Wissenschaftler treffen sich zu den Themen “Germ Cells, Epigenetics, Reprogramming and Embryonic Stem Cells”

Vom 15.-.18. November fand das International Symposium "Germ Cells, Epigenetics, Reprogramming and Embryonic Stem Cells" an der Kyoto University in Japan statt. Das Symposium wurde von Norio Nakatsuji (Kyoto University) und Hiromitsu Nakauchi (University of Tokyo) organisiert, um einen Überblick über dieses wichtige Forschungsgebiet zu verschaffung und die neuesten Erkenntsnisse hervor zu heben.

interner Link Programm (PDF)


Hans Schöler (rechts) mit Anne McLaren und Takashi Tada
18.10.2005

Chance oder schöner Schein

Max Planck Forum zur Zukunft der Stammzellforschung

"Der Traum vom Fliegen ist auch älter als das Flugzeug" Experten diskutieren: Sind Stammzelltherapien für Schwerkranke eine reelle Chance oder nur schöner Schein? Am 18. Oktober 2005 organisierte die Max-Planck-Gesellschaft in München ein Forum zum Thema. Auf dem Podium diskutierten: Kristiane Weber-Hassemer (Staatssekretärin a.D. Vorsitzende des Nationalen Ethikrates), Prof. Dr. Miodrag Stojkovic (Deputy Director of Centre for Stem Cell Biology and Developmental Genetics, Newcastle upon Tyne), Prof. Dr. Hans R. Schöler (Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin, Münster) und Dr. Christina Berndt (Redaktion Wissenschaft Süddeutsche Zeitung)



Kristiane Weber-Hassemer, Hans Schöler, Christina Berndt, Miodrag Stojkovic (vlnr)
05.09.2005

Rezepte gegen Unfruchbarkeit

Wissenschaftler diskutieren bei einem Workshop in Japam über neueste Entwicklungen in der Stammzellforschung

In der Forschung mit Stammzellen steckt das Potenzial, eines Tages die weibliche Unfruchtbarkeit zu behandeln oder geschädigte Nerven zu reparieren und damit Querschnittgelähmten zu helfen. Darüber einig waren sich mehr als hundert Wissenschaftler, die bei einem Workshop in Kobe im Rahmen des Deutschlandjahrs über neueste Trends in der Stammzellforschung diskutierten. Organisiert wurde das Treffen gemeinsam von der Schering Forschungsgesellschaft (Berlin), der Max-Planck-Gesellschaft (München) und dem RIKEN Center for Developmental Biology (Kobe, Japan).

interner Link Presseinformation (PDF)
interner Link Artikel in MaxPlanckForschung 4|2005 (PDF)


Auf der Konferenz trugen Forscher ihre jüngsten Ergebnisse vor. Heiß diskutiert wurde auch die Frage, wie viele Proteine für eine Umprogrammierung von Körper- zu Stammzellen nötig sind.
23.03.2001

Münster erhält Max-Planck-Institut

Senat der Max-Planck-Gesellschaft beschloss dies am 23.03.2001

Münster erhält ein Max-Planck-Institut (MPI). Der Beschluss zur Gründung des neuen Instituts für vaskuläre Biologie, das sich mit Forschungen am System der Blutgefäße und Blutzellen beschäftigen wird, fiel am Morgen des 23. März 2001 auf der Sitzung des Senats der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in München. Die Gründung des MPI in Münster ist nicht zuletzt auch deshalb schon eine kleine Sensation, da die letzte Institutsgründung im Westen Deutschlands schon über zehn Jahre zurückliegt. Als Gründungsdirektoren sollen nach Angaben der MPG der münstersche Biochemiker Prof. Dr. Dietmar Vestweber und der belgische Wissenschaftler Prof. Dr. Peter Carmeliet berufen werden. Vestweber ist an der Universität Münster derzeit geschäftsführender Direktor des Instituts für Zellbiologie am Zentrum für Molekularbiologie der Entzündung (ZMBE) und gleichzeitig Direktor des Max-Planck-Instituts für physiologische und klinische Forschung in Bad Nauheim. "Es wird eine echte Symbiose zwischen dem MPI und der Universität geben, da die dritte Stelle in Personalunion besetzt sein wird", erläutert Vestweber. Der Leiter der dritten Abteilung wird auch einen Lehrstuhl an der Universität innehaben und damit ein Bindeglied zwischen Universität und MPI sein." Am MPI und an der Universität wird es viele gemeinsame Projekte geben, so dass ein reger Erfahrungs- und Informationsaustausch stattfinden kann. "Gerade wenn Forschungs- und Förderungsstrukturen aufgebaut werden sollen, ist es wichtig, dass viele gute wissenschaftliche Gruppen an einem Ort vorhanden sind", sagt Vestweber. "Und das ist in Münster der Fall." Im künftigen Institut sollen zum einen die molekularen Grundlagen der Entstehung des Systems der Blutgefäße und Blutzellen aufgeklärt werden. Ein weiterer Schwerpunkt des MPI in Münster wird nach Angaben Vestwebers die Angiogenese, das heißt die Gefäßneubildung, sein. Dabei geht es zum einen um die Neubildung des Systems der Blutgefäße im Embryo, zum anderen um die Angiogenese im erwachsenen Organismus. Dies ist für eine ganze Reihe von physiologischen und pathologischen Prozessen von zentraler Bedeutung, z. B. beim Tumorwachstum, bei der Wundheilung und bei Entzündungsvorgängen. Die MPG rechnet mit 75 bis 80 Millionen Mark Baukosten für das neue MPI, woran sich das Land mit rund 25 Millionen Mark Sonderzuweisungen beteiligen will. Das neue Institut wird rund 200 Mitarbeiter haben, von denen die MPG etwa die Hälfte finanziert. Allerdings könne es noch bis 2005 dauern, bis mit dem Bau des MPI begonnen werde, meint Vestweber. Bis dahin wird er sich seiner Endothelzellforschung weiter am ZMBE widmen.



Gründungsdirektor Professor Dr. Dietmar Vestweber (Foto: Michaela Roß/WWU)