Pressemitteilungen 2001-2006
03.11.2006
Stammzellen auf Selbsterneuerungskur
Max-Planck Forscher aus Münster entdecken ein kleines Molekül, mit dem sich Stammzellen im Labor erheblich leichter als bisher vermehren lassen
Ein kleines Molekül hält Stammzellen vermehrungs- und wandlungsfähig: Die einfach gebaute Substanz namens SC1, die Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in Münster zusammen mit kalifornischen Kollegen aufgespürt haben, hilft Stammzellen im Labor dabei sich selbst zu erneuern. Sie behalten so auch die Fähigkeit, sich in viele unterschiedliche Zellen zu differenzieren. Die Zellen pluripotent zu halten, war im Labor bisher nur mit großem Aufwand möglich. Zudem lieferte das herkömmliche Verfahren nur verunreinigte Zellen. Für denkbare medizinische Anwendungen eignen sich aber nur sehr saubere Zellen. Bei der Suche nach der neuen Substanz haben die Wissenschaftler auch neue Erkenntnisse gewonnen, wie sich Stammzellen vermehren (PNAS, 31. Oktober 2006).
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28.09.2005
Neue Zellen für das Herz
Hans Schöler, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster, koordiniert Verbundprojekt im BMBF-Förderprogramm für regenerative Medizin
Seit September fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms "Zellbasierte, regenerative Medizin" das Projekt "Reprogrammierung von somatischen Zellen für die Therapie von Herzerkrankungen" für zunächst drei Jahre. Das Projekt wird mit rund 1,4 Mio. Euro finanziert. Die Koordination des Forschungsvorhabens liegt in den Händen von Prof. Hans Schöler, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster, an welchem die grundlegenden zellbiologischen Arbeiten durchgeführt werden.
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05.07.2005
Kontrolle über das Stammzellprogramm
Kontrolliertes Umprogrammieren von Stammzellen durch Kulturbedingungen / Max-Planck-Wissenschaftler mit neuem Konzept für embryonale Stammzellen
Pluripotente Stammzellen lassen sich in alle Zelltypen des Körpers differenzieren. Im gesunden menschlichen Körper konnten sie bislang allerdings nicht nachgewiesen werden. Ihre Herleitung von körpergleichen pluripotenten Zellen über das Verfahren des Kerntransfers in Eizellen wäre sehr wertvoll für die Medizin. Der Kerntransfer in menschliche Eizellen wird allerdings kontrovers diskutiert und ist in vielen europäischen Ländern verboten. Um das Potenzial dieses Verfahrens abschätzen zu können, muss in erster Linie folgende Frage beantwortet werden: Ist das Ergebnis des Zellkerntransfers in Eizellen zufällig oder lässt es sich experimentell kontrollieren? Mit ihren aktuellen Untersuchungen an Mausklonen liefern Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster erste Hinweise, dass das Entwicklungspotenzial von Klonen stark von den Kulturbedingungen abhängt und der Prozess des Umprogrammierens zu pluripotenten Stammzellen außerordentlich variabel ist.
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12.01.2005
Den Selbstheilungskräften ein Stück näher
Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin zeigen, dass Körperzellen durch den Zellkern embryonaler Stammzellen reprogrammiert werden
Ausgereifte Körperzellen haben im Organismus nur noch eine stark eingeschränkte Wandlungsfähigkeit. Diese Festlegung "somatischer" Zellen kann jedoch durch Fusion mit anderen Zellen auf die Fähigkeit der Pluripotenz zurück programmiert werden. Mittels Kerntransfers kann bekanntlich sogar Totipotenz erreicht werden, obwohl die ursprüngliche somatische Zelle ausdifferenziert war. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in Münster haben daher untersucht, wo die für die "Reprogrammierung" verantwortlichen Faktoren in einer embryonalen Stammzelle lokalisiert sind. Dabei stellten sie fest, dass diese Faktoren nicht im Zytoplasma dieser Zellen, sondern in deren Zellkern, oder zumindest daran anhaftend, zu finden sind (Stem Cells, November 2004). Die Reprogrammierung der embryonalen Gene ist also unabhängig von DNS-Replikation und Zellteilung.
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