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Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin

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04.03.2010

> Trügerisches Modell
Stammzellen von Mensch und Maus unterscheiden sich stärker als vermutet. Neue Studie stellt Forschungsvorgaben in Frage

Sie gelten als wichtigster Modellorganismus für die Erkundung der menschlichen Biologie: Obwohl Mäuse ganz anders aussehen, ähnelt ihre Grundausstattung der des Homo sapiens in vielerlei Hinsicht. Für beeindruckende 99 Prozent der Maus-Gene etwa gibt es eine entsprechende Sequenz im menschlichen Erbgut. Daher kommt es auch, dass das Gesetz Wissenschaftlern hierzulande nur erlaubt, mit menschlichen embryonalen Stammzellen zu forschen, wenn sie ihre Fragen so weit wie möglich an tierischen Zellen “vorgeklärt” haben. Doch solche Tests sind häufig nutzlos - und führen mitunter sogar in die Irre. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Forschern um Hans Schöler vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster, die jetzt in der Fachzeitschrift Cell Stem Cell erscheint.

Press release (PDF)

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Das MPI in Münster - Perspektiven für die Medizin von morgen

Wie kann aus einer befruchteten Eizelle ein ganzer Mensch entstehen? Woher „wissen“ die Zellen eines Embryos, wann und an welcher Stelle sie Adern, Nerven oder Muskeln bilden sollen? Und: Mit welchen Tricks gelingt es Immunzellen, aus dem Blut in infiziertes Gewebe einzuwandern – obwohl Adern doch dicht sind?

Diesen Rätseln ist das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin auf der Spur. Mit Hilfe von Gentechnik und Molekularbiologie, Elektronen- und Lasermikroskopie untersuchen die Forscher, wie Zellen Informationen austauschen, welche Moleküle ihr Verhalten steuern und welche Fehler im Dialog der Zellen dazu führen, dass Krankheiten wie Krebs oder Multiple Sklerose entstehen.

Schwerpunkt der Arbeiten ist die Grundlagenforschung. Die Wissenschaftler des Instituts kooperieren jedoch eng mit Medizinern der nahe gelegenen Westfälischen Wilhelms-Universität Münster – damit neue Erkenntnisse aus den Labors der Max-Planck-Forscher so schnell wie möglich kranken Menschen zugute kommen.