Wie Embryo und Mutter zusammenfinden

„Cells in Motion“ fördert interdisziplinäre Forschungsprojekt von Britta Trappmann und Ivan Bedzhov

15. September 2017

Forschung über die Fächergrenzen hinweg: Das Exzellenzcluster „Cells in Motion“ (CiM) der Universität Münster fördert zehn neue, interdisziplinäre Projekte von jeweils zwei CiM-Gruppenleitern aus unterschiedlichen Fächern. Mit dabei ist das Projekt von CiM-Projektleitern Dr. Britta Trappmann und Dr. Ivan Bedzov. Sie leiten jeweils eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin.
Das Bild zeigt einen frühen Mausembryo im 64-Zellstadium. Die Zellmembranen sind rot markiert, die Zellkerne blau. Bild vergrößern
Das Bild zeigt einen frühen Mausembryo im 64-Zellstadium. Die Zellmembranen sind rot markiert, die Zellkerne blau.

Biomedizin-Ingenieurin Dr. Britta Trappmann und Biologe Dr. Ivan Bedzhov wollen in ihrem Projekt erstmals vollständig beobachten, wie sich Maus-Embryonen in der Gebärmutterwand einnisten. Dafür entwickeln sie ein synthetisches Gewebemodell auf Basis eines speziellen Hydrogels. Durch die verwendeten Materialien können die beiden Forscher viele Parameter einzeln beeinflussen. Das Hydrogel kann etwa genauso weich sein wie das Gewebe der Gebärmutterschleimhaut. Auf diese Weise können Britta Trappmann und Ivan Bedzhov nachverfolgen, wie sich ein Embryo in der Gebärmutterwand einnistet und wie die Zellen des Embryos mit den Gefäßen der Mutter interagieren. Bei 49 Prozent aller Fehlgeburten schaffen es menschliche Embryonen nicht, sich erfolgreich einzunisten. Der Prozess entscheidet also häufig über den Erfolg oder Misserfolg einer Schwangerschaft.

CiM/sr/sis