Wissenschaftspreis 2014 des Industrie-Clubs Düsseldorf und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste an Max-Planck Forscherin Dr. Susanne Höing

Auszeichnung für ein stammzellbasiertes Testverfahren für Wirkstoffe gegen neurodegenerative Erkrankungen

13. Mai 2014

Dr. Susanne Höing, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin, erhielt gestern in Düsseldorf den Wissenschaftspreis 2014 des Industrie-Clubs Düsseldorf und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste – einen der renommiertesten Preise des Landes Nordrhein-Westfalen.

Professor Dr. Dr. Dr. med. habil. Hanns Hatt (Präsidenten der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste), Preisträgerin Dr. Susanne Höing, Joachim F. Scheele (Vorsitzender des Vorstandes des Industrie-Clubs Düsseldorf) (v.l.)

“Frau Höing verbindet exzellentes wissenschaftliches Denken mit hohem technischen Können, ihre Arbeit habe zudem unmittelbaren praxisrelevanten Nutzen bei der Entwicklung von neuen Medikamenten”, so die Jury in ihrer Begründung.

Das stammzellbasierte Verfahren hat Frau Höing entwickelt, um nach neuen Substanzen zu suchen, die den Krankheitsverlauf wenn nicht aufhalten dann zumindest verlangsamen können. Ihre Arbeiten konzentrieren sich auf die neurodegenerative Erkrankung Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), jedoch könnten die Ergebnisse der Arbeiten auch für andere neurodegenerative Erkrankungen von Interesse sein.

Zur Person:

Frau Dr. rer. nat. Susanne Höing absolvierte 2001 ihre Ausbildung als Medizinisch-Technische Laboratoriumsassistentin und nahm nach einem Jahr Berufspraxis das Studium der Molekularen Biologie an der Westfälischen Hochschule in Recklinghausen auf.
Ihre Masterarbeit verfasste sie am CBR Institute for Biomedical Research, Harvard Medical School, Boston (USA).
Nach Abschluss des Studiums trat sie 2007 eine Promotionsstelle in der von Professor Dr. Hans R. Schöler geleiteten Abteilung für Zell- und Entwicklungsbiologie am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster an, wo sie auch als Postdoktorandin ihre Arbeiten zu stammzellbasierten Testverfahren weiter fortführt.
Für ihre Dissertation „Phenotypic Screening for Neurodegenerative Drug Discovery 
using Mouse and Human Stem Cells” erhielt sie 2013 den MTZ®-MPI-Award. 

Zum Wissenschaftspreis:

Der Industrie-Club Düsseldorf verleiht in Zusammenarbeit mit der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste den Wissenschaftspreis, der mit 20.000 Euro dotiert ist. Der Preis, der seit 1997 in den Disziplinen Physik, Chemie, Medizin verliehen wird, wendet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen. Neben dem Preisgeld erhält der/die Nachwuchsforscher/Nachwuchsforscherin die Gelegenheit, am jährlichen Treffen der Nobelpreisträger in Lindau teilzunehmen.

Der Preis wird in diesem Jahr zum 17. Mal verliehen. Er soll praxisrelevante und anwendungsorientierte Forschung fördern, deren Ergebnisse einen innovativen Impuls für die Wirtschaft geben können.

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